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Bitterwasser (Pty.) Ltd.
Wolken locken nach Norden PDF Print option in slimbox / lytebox? (info) E-mail
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1100 er von Lukas Blattmann. Unter der Wolken begann das unbeschwerte Dahinrasen.

Spannend wird’s ja erst, wenn einem nicht gleich alles zufällt. In Bitterwasser sorgt das Wetter zurzeit dafür, dass es nicht langweilig wird. Traumhaft schönen Wolkenhimmel bietet es erst weit im Nordosten des Segelflugzentrums. Bis dahin ist Blauthermik angesagt, für den Rückweg nach Bitterwasser ebenso. Die meisten Piloten schreckt das nicht, denn einmal unter den Wolken ist geradezu unbekümmertes Dahinrasen angesagt. Und dann werden in den nur acht zur Verfügung stehenden Thermik-Stunden Strecken über 1100 Kilometer absolviert. Gestern gelang das Lukas Blattmann im 1000-km-Trainingscamp mit dem Ventus 3 von Wilfried Großkinsky. Trotz frühem Start bei der Auslösetemperatur für Aufwinde bis 1000 Meter über Grund erreichte er die Wolken nach rund 150 Kilometern mit einem guten 100er Schnitt. Auf Teilstrecken bis zu 270 Kilometer unter den nicht einmal ausgeprägten Aufreihungen waren es dann 180 km/h! Das einzige Problem hier: Im Sog der hohen Cumuli nicht über Flugfläche 145 (rund 4500 m) in verbotenen Luftraum zu geraten.
So imposant 4500 Meter Flughöhe klingen, im nördlichen Namibia sind das knapp 3000 Meter über Grund. Tief möchte man über diesem von nur wenigen Straßen durchzogenen Buschland eigentlich auch nicht sein. Die Gefahr bestand an den letzten Tagen nicht, auch schauerten die Wolken wie sonst nicht schon am frühen Nachmittag aus. Dafür war dann aber für den Rückflug über rund 200 Kilometer durchs Blaue wieder Spannung angesagt.

Clouds lure nort
It only gets exciting when you don’t get everything right away. In Bitterwasser the weather currently ensures that it doesn't get boring. It is only in the north-east of the glider center that the sky is beautiful cloudy. The way to this region is tricky with only blue thermals as is the way back. Most pilots are not afraid of this because undisturbed speeding under the clouds is in sight. So it’s possible to cover distances of over 1,100 kilometers. Yesterday Lukas Blattmann succeeded in the 1000 k training camp with the Ventus 3 from Wilfried Großkinsky. Despite an early start at the release temperature for lifts up to 1000 meters above ground he reached the clouds after about 150 kilometers with an average of 100 kph. On legs up to 270 kilometers under the not even pronounced line-up he achieved 180 kph! The only problem here: in the pull of the high cumuli not to get into the prohibited airspace above flight level 145 (around 4500 m).
An altitude of 4500 meters sounds impressive but in northern Namibia that means almost 3000 meters above ground. You don't really want to be low above this scrubland which is only crossed by a few roads. This risk didn’t exist in the last few days, nor did the clouds developed into showers in the early afternoon. But then there was thrill of the flight over about 200 kilometers through the blue back to Bitterwasser.

 
Das große Briefing PDF Print option in slimbox / lytebox? (info) E-mail

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Strecken-Briefing von Guy Bechtold und Wilfried Großkinsky. Da schauen den Experten gerne viele über die Schultern.

Wann geht’s los? Gibt es Wolken? Wo steht die beste Thermik? Können Linien in die Streckenführung eingebaut werden? Um 9 Uhr morgens erklärt Michael Stoltze im Bitterwasser-Briefing die Welt. Auf Basis der detaillierten Vorhersagen von TopMeteo gibt er ein klares Lagebild für den großen Segelflugraum Namibia und das angrenzende Botswana. Eigentlich sollte dann schon alles klar sein. Aber kann man nicht den Experten noch etwas abschauen? Wie legen die ihre Strecken an, um das Tagesmaximum herauszuholen? Da schauen dann nicht nur die Junioren des 1000-km-Trainingscamps den Langstreckenspezialisten Wilfried Großkinsky und Guy Bechtold über die Schultern. Es ist eine Community. Wilfried Großkinkys Credo: „Wir fliegen zusammen.“ Nicht Fläche an Fläche, aber in Funkverbindung. Und es ist schon gut, beim abendlichen langen und sich oft sehr zäh hinziehenden Endanflug ins Blaue von einem Vorausfliegenden zu erfahren, dass dort irgendwo über der Kalahari der Bart steht, der das Heimkommen sichert.

The big briefing
When can we start? Are there clouds? Where are the best thermals? Can lines of lift be used? At 9 o'clock in the morning Michael Stoltze explains the world in the Bitterwasser briefing. On the basis of the detailed forecasts of TopMeteo he gives a clear picture of the situation for the big gliding area in Namibia and the adjacent Botswana. Actually, then everything should be clear. But can one learn from the experts a bit more? How do they plan their routes to get the daily maximum? Not only the juniors of the 1000 km training camp then look over the shoulders of the long-distance specialists Wilfried Großkinsky and Guy Bechtold. It is a community. Wilfried Großkinkys Credo: "We fly together." Not wing tip to wing tip but in radio connection. And it's a good thing on the most long and often very tough final glides into the blue to find out from a forerunner, that there somewhere over the Kalahari is the thermal which ensures coming home.
 
Senioren-Team und viel Innovationskraft PDF Print option in slimbox / lytebox? (info) E-mail

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Biggo Berger (vorn) und Manfed Dick in Bitterwasser.

In Bitterwasser kommen Piloten zusammen, die anderswo schwerlich gemeinsam ins Cockpit finden. Jetzt teilten sich zwei Schwergewichte des Segelflugs ein Arcus-Cockpit: Biggo Berger, mit annähernd 70 Jahren immer noch ein wichtiger Ansprechpartner bei Schempp-Hirth in Kirchheim/Teck, und Manfred Dick, vor 40 Jahren, 1979, in Bückeburg jüngster Deutscher Meister in der Offenen Klasse. Sein Flugzeug damals: der Nimbus 2 „EP“, das gräfliche Förderflugzeug von Lady Enid Paget. Nach Klaus Holighaus war der (damals) Aachener Manfred Dick der Zweite, dem ein 1000-km-Flug in Deutschland gelang. Nach vielen Jahren Pause hat er jetzt wieder zum Segelflug zurückgefunden und begnügt sich in seiner Segelflugrenaissance nicht mit Pilotenaufgaben. Seit gut einem Jahr verfolgt er das Projekt eines Hochleistungssegelflugzeugs mit Elektroantrieb, mit dem sich auch bequem reisen lässt. Für die Entwicklung dieses Doppelsitzers mit nebeneinanderangeordneten Sitzen hat Manfred Dick ein aufstrebendes und in Sachen Elektroantrieb bereits erfahrenes Ingenieurbüro, Professor Loek M. Boermans für die aerodynamische Auslegung und einen bezüglich Segelflugzeugbau noch relativ jungen Hersteller zusammengebracht. Jetzt kommt es darauf an, die Investoren für das Projekt zu werben. Vielleicht ist in einer der nächsten Bitterwasser-Seasons dann das neue Flugzeug schon dabei.

Senior team and a lot of innovation
In Bitterwasser soaring center pilots come together who hardly find their way into a two seater elsewhere. Now two heavyweights of gliding shared an Arcus Cockpit: Biggo Berger with nearly 70 years still an important contact at Schempp-Hirth in Kirchheim /Teck and Manfred Dick, 1979 youngest German Champion in the Open Class, who after many years break has returned to gliding. Manfred Dick is content in his gliding renaissance not only with pilot duties. For more than a year he has been pursuing the project of a high performance electric powered glider which also makes traveling comfortable. For the development of this two-seater in side-by-side configuration he has brought together a young engineering firm already experienced in electric propulsion, aerodynamics professor Loek M. Boermans and a not-so-well-known manufacturer. Perhaps in one of the next Bitterwasser seasons the new glider is already there.
 
Aus dem Stand über 1100 Kilometer PDF Print option in slimbox / lytebox? (info) E-mail

Erster Start auf einem neuen 18-m-Flugzeug nach nur einer Ein-Tages-Einführung in den Streckenflug in Namibia und gleich 1100 Kilometer abreißen? Unmöglich? Im 1000-km-Trainingscamp von Wilfried Großkinsky ist Mike Bauer (23) das jetzt gelungen. Mit dem fünften Platz bei der Deutschen Meisterschaft Clubklasse im Sommer in Zwickau war Mike Bauer unter den insgesamt 44 Teilnehmern der beste Junior. Für den noch in der Berufsausbildung und im Studium steckenden LS4-Piloten war das ein toller Erfolg, zu dem es als Sahnehäubchen von Wilfried Großkinsky die Einladung zum 1000-km-Trainingscamp nach Bitterwasser gab. Jetzt in Namibia ging Mike Bauer gleich in die Vollen. Am ersten Tag lernte er mit Wilfried in der EB28 große Teile von Namibia kennen, die Landschaft und die Besonderheiten der Thermik. Schon am zweiten saß Mike im Ventus 3, um das Gelernte umzusetzen. Von der ungewohnten Wölbklappensteuerung und Avionikausstattung ließ sich der Clubklasse-Pilot nicht irritieren. Mike über den ersten Flug mit dem 18-m-Flugzeug: „Auf dem Ventus 3 habe ich mich auf Anhieb zu Hause gefühlt.“ Zielsicher fand er, im lockeren Funkkontakt mit Wilfried, die schnellen Linien und zur Landung knapp nach Sonnenuntergang standen bei diesem ersten Ventus-3-Flug und allein über Namibia gleich mehr als 1100 Kilometer auf dem Zähler!
Im nächsten Jahr kann die Erfolgsstory weitergehen, dann hat der Senkrechtstarter noch mehr Flugzeugleistung zur Verfügung. Dann kann er die ganze Saison auf den Förder-Nimbus 4 „EP“ der Bundeskommission Segelflug im Deutschen Aero Club setzen.

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On the hoof over 1100 kilometer
First flight with a new 18-meter glider after just a one-day introduction to Namibia and already a flight over more than 1100 kilometer? Impossible? Not for Mike Bauer! In the 1000 km training camp by Wilfried Großkinsky Mike (23) has now succeeded. With the fifth place in the German Club Class Championship in the summer in Zwickau Mike Bauer was among the 44 participants the best junior. This was not only a great success for the LS4 pilot, he earned with this ranking the invitation to the 1000 km training camp in Bitterwasser. Now in Namibia Mike Bauer went straight to the top. On the first day Wilfried showed him with his EB28 large parts of Namibia. Already on the second day Mike sat in the Ventus 3 to practice the learned. The unfamiliar flap control and avionics equipment could not irritate the club class pilot. Mike about the first flight with the 18-meter glider: "On the Ventus 3 I immediately felt at home." In loose radio contact with Wilfried he found the fast lines and when he finished his first flight with the Ventus 3 just after sunset he had made more than 1100 kilometers! The story of success should go on. Next year, the whizz-kid has even more soaring power available. Then he can plan an entire season with the Nimbus 4 "EP" from the German Aero Club.

 
Angelsport in Bitterwasser PDF Print option in slimbox / lytebox? (info) E-mail

Nein, soviel hat es noch nicht geregnet, dass auf der Pfanne von Bitterwasser hätte geangelt werden können. Aber einige Piloten nahmen die Schlechtwettertage in dieser Woche zum Anlass für einen Ausflug an die Küste. Bei hohem Wellengang wurden unter fachmännischer Anleitung die Angeln ausgeworfen. Viele kleine Fische hatten Glück, sie flogen in den Atlantik zurück. Auch Luc Stalman (Foto) musste sich von seinem Babyfang trennen. Ein Korb voll Kabeljau war am Ende die Ausbeute und landete in Bitterwasser in der Küche.

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Fishing in Bitterwasser
No, it has not rained so much yet, that one could fish on the pan of Bitterwasser. But some pilots took the bad weather days this week as an opportunity for a trip to the coast. In high waves the angling were ejected under expert guidance. Many small fish were lucky they flew back into the Atlantic. Also Luc Stalman (photo) had to part with his baby catch. A basket of cod at the end was the yield and landed in Bitterwasser in the kitchen.

 
Wer schafft das 1250-km-Diplom? PDF Print option in slimbox / lytebox? (info) E-mail
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Eine Palme in Bitterwasser zu pflanzen, ist für viele Piloten ein großes Ziel. Jetzt gibt es die Zeremonie auch für 1250-km-Flüge.

Auch das gibt es: Zurzeit schwächelt das Namibia-Wetter. Es ist ungewöhnlich kühl und es soll heute sogar etwas Regen geben, den das Land nach zwei Jahren ungewöhnlicher Trockenheit auch dringend braucht. Die Segelfluggäste in Bitterwasser sind allerdings weniger darauf erpicht. Gespannt warten alle auf den Wechsel zu normalen Bedingungen. Das heißt hier: 1000-km-Wetter. Und wer die Strecke dann noch über angemeldete Wendepunkte fürs 1000-km-Diplom schafft, was schon um Einiges schwieriger ist als ein frei geflogenes OLC-Tausender über sechs Teilstrecken, der darf sich mit einer Palme in die Allee der erfolgreichen Bitterwasser-Piloten einreihen. Wem diese Leistung schon zuvor anderswo gelungen ist, der bleibt aber außen vor. Diese Piloten sollen sich nun auch in die Palmenallee einbringen können, hat der Bitterwasser-Vorstand beschlossen. Allerdings hängt dafür die Latte richtig hoch: Diese Palme soll mit einem 1250-km-Diplom erflogen werden. Eine Erleichterung gibt es, zugleich ist es ein Zugeständnis an den Trend im Flugzeugpark. Man kann diese Palme auch zu zweit im Doppelsitzer erfliegen. Trotzdem, was da verlangt wird, macht ein Blick in die Liste der Leistungsabzeichen bei der Internationalen Segelflugkommission (IGC) deutlich: Bis heute wurden nicht einmal dreißig 1250-km-Diplome vergeben!

Who can achieve the 1250 km diploma?
It’s not all roses. Presently the Namibian weather is weakening. It is unusually cold and there should even be some rain today that the country desperately needs after two years of drought. The pilots in Bitterwasser however are less anxious on wet days. All eagerly wait for the change to normal conditions. This means 1000 k weather. And anyone who achieves the 1000 k diploma, which is much more difficult than a freely flown OLC-Thousand over six legs, can join with a palm tree in the avenue of the successful Bitterwasser pilots. However, those who have achieved this effort elsewhere before are left out. The Bitterwasser Board now decided that these pilots should also have a chance for a palm tree. But they not only have to fly 1000 k, they are asked for a 1250 k distance according to the diploma rules! There is only one relief and at the at the same time it is a concession to the trend in the glider park: You can also fly this palm as a crew in a double seater. A look at the list of performance badges at the International Gliding Commission (IGC) makes quickly clear how hard this requirement is: To date the IGC less than thirty 1250-km diplomas awarded!

 
Gut, dass es Bitterwasser gibt PDF Print option in slimbox / lytebox? (info) E-mail

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Endandflug in den Sonnenuntergang. Für fünf Flugzeuge wurde es knapp. Sie mussten Bitterwasser als Ausweichflugplatz anfliegen, weil ihr Startplatz im Gewitter lag.

Landefrequenzen wie in Frankfurt Rhein-Main: Zu Sonnenuntergang und in den Minuten danach geht es in Bitterwasser richtig quirlig zu. Dann wollen die meisten Piloten der mehr als 30 in dem Segelflugzentrum stationierten Segelflugzeuge wieder herunter. Viele haben ihre Ankunft genau getimed, damit sie mit der größtmöglichen Strecke ganz oben im OLC stehen. Gestern mischten sich in diesen einfallenden Schwarm noch fünf Gastflugzeuge vom Nachbarplatz Veronica. Ein dickes Gewitter und ein davon ausgelöster Sandsturm hatten ihnen kurz vor Tagesende die Landung auf ihrem Startplatz unmöglich gemacht. Flugleiter Michael Stoltze reihte sie gekonnt in den normalen Landeverkehr in Bitterwasser ein. Dank der vielen Bahnen 09 left, 09 tent und 09 center gab es auch kein Gedränge. Und die Grid Boys hatten die Landebahnen schnell geräumt.
In der Lodge waren die acht Neuen herzlich willkommen geheißene Gäste. Einer durfte die Annehmlichkeiten eines Bungalows kennenlernen, die anderen kamen in den eher spartanischen, aber preiswerten Rondavels unter. – So können Außenlandungen auch Spaß machen, jedenfalls in Bitterwasser.

Good that there is Bitterwasser
Landing frequencies as in Frankfurt Rhine-Main: At sunset and in the minutes after that, things get really hectic in Bitterwasser. Then most of the pilots of the more than 30 gliders stationed in the gliding center want to land. Many have timed their arrival to be at the top of the OLC with the largest possible distance. Yesterday in this invading swarm still mixed guest glider from the neighboring Veronica. A thunderstorm and a sandstorm had made it impossible for them to land on their launch site shortly before the end of the day. Flight director Michael Stoltze skillfully put them in the order of the landing traffic in Bitterwasser. Thanks to the many runways  09 left, 09 tent and 09 center, there was no jamming. And the Grid Boys had cleared the runways quickly. In the lodge the eight pilots were welcome guests. One had the pleasure to get to know the conveniences of a bungalow, the others were accommodated in the rather spartan, but inexpensive rondavels. – In any case, off-field landings can be fun, especially in Bitterwasser.

 
Es weihnachtet auch in Bitterwasser PDF Print option in slimbox / lytebox? (info) E-mail

Erster Dezember und zugleich erster Advent – auch in Namibia und Bitterwasser. Bei 37 Grad im Schatten, schönsten Cumuli und geschäftigem Flugbetrieb erinnert das hier aber so gar nicht an Vorweihnachten. Die Vorhersagekarten von topmeteo zeigen rund um das Segelflugzentrum rotbraune Flächen für Streckenflüge bis zu 1000 Kilometer. Und in den Diskussionen geht es darum, wie legen wir die Kurse, um die größtmöglichen Distanzen aus dem Tag herauszuholen? Von dunkler, ungemütlicher Jahreszeit, in der die Kerzen auf dem Adventskranz Licht bringen, sind wir hier weit entfernt. Einen Adventskranz gibt es trotzdem. Dagmar Hog hat ihn rechtzeitig unter Palmen hereingetragen.

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Vorweihnachten mal ganz anders als von zuhause gewohnt, unter Plamen und bei 37 Grad im Schatten. Dagmar Hog mit dem Bitterwasser Adventskranz.

Christmas is also in Bitterwasser
First December and first Advent –also in Namibia and Bitterwasser. At 37 degrees in the shade, beautiful Cumuli and busy preparing the gliders this does not remind you of pre-Christmas. The forecast maps of topmeteo show around the gliding center reddish brown areas for distance flights up to 1000 kilometers. And in the discussions after briefing we ask how to set the courses to get the maximum distance from the day? From dark, uncomfortable season, in which the candles bring light on the Advent wreath, we are far away. There is an Advent wreath anyway. Dagmar Hog brought it in under palm trees in time.

 
Eine Palme für Ulrich Wild PDF Print option in slimbox / lytebox? (info) E-mail
Geschafft! Auf diesen Erfolg hat Ulrich Wild vom FSV Unterjesingen zwei Jahre hingearbeitet: Als er gestern mit dem Arcus auf der Pfanne von Bitterwasser ausrollte, waren die drei angemeldeten Wendepunkte fürs 1000-km-Diplom umrundet. Im Segelflugzentrum darf er sich jetzt mit einer Palmenpflanzung verewigen.
Von Vereinskollege Clemens Pape (26), obwohl fast noch Junior aber schon mit unschätzbarer Namibia- und Langstreckenerfahrung, hat sich Ulrich Wild (61) den Feinschliff für die Traumstrecke geholt. Bei gemeinsamen Flügen mit dem Arcus ging es um das Kennenlernen der Landschaft, das Verfeinern des handwerklichen Fliegens und die richtige Taktik für schnelle und weite Flüge. Und dann musste Uli Wild für das 1000er tatsächlich alle Register ziehen. Dreimal musste er auf seinem ausgeschriebenen Kurs rund 40 Kilometer breite Ausbreitungen queren. Es hat immer gepasst, auf der anderen Seite wieder den Anschluss zu finden. Für Clemens war es eine schöne Bestätigung seines Coachings: „Ich bin schon ein wenig stolz darauf, wie gut Uli das alles gemacht hat."
Sein großes Ziel hat Uli Wild erreicht. Zurücklehnen will er sich jetzt aber keineswegs. Er weiß, wie wichtig es ist, immer ein Ziel zu haben. Ein neues hat der Fluglehrer und Ausbildungsleiter im FSV Unterjesingen bereits: „Jetzt möchte ich das Gelernte an die Flugschüler und jungen Scheininhaber weitergeben.“
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Da lässt sich jubeln. Uli Wild hat sein 1000-km-Diplom ist geschafft. Leicht hatte das Wetter es ihm nicht gemacht.

A palm tree for Ulrich Wild
Done! Ulrich Wild of the FSV Unterjesingen worked on this success for two years: When he rolled out on the pan of Bitterwasser with the Arcus yesterday the three turning points for the 1000 km diploma were circumnavigated. In the gliding center Uli may now immortalize himself with a palm plantation.
From club colleague Clemens Pape (26), although almost junior already with invaluable Namibia and long-distance experience, Ulrich Wild (61) got the tuning to the dream flight. Joint flights with the Arcus were about getting to know the landscape, refining the handling and the right tactics for fast and long flights. And then Uli Wild had to pull out all the stops for the 1000 kilometer. Three times he had to cross about 40 kilometers wide cloud covers. It always worked to find the connection to the thermals on the other side. For Clemens it was a nice confirmation of his coaching: "I'm a little proud of how well Uli has done all this."
His big goal Uli Wild has reached. But he does not want to lean back now. He knows how important it is to always have a goal. The flight instructor and training manager already has a new one: "Now I would like to pass on what I have learned to the flight students and young pilots with a licence."

 
Ganz Namibia hebt ab PDF Print option in slimbox / lytebox? (info) E-mail
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Faszinierendes Grenzgebirge zwischen Kalahari und Namib. Gestern konnten die Piloten den Ausblick aus rund 6000 Metern genießen. Etagen tiefer wäre es dagegen sehr spannend geworden.

Gestern spielte es fast keine Rolle, wie man seine Strecke plante. Ganz Namibia erwies sich als Thermikparadies. Als die letzten Segler kurz nach sun set zur Landung auf der Pfanne hereinkamen, standen 14 Flüge über 1000 Kilometer in der Tagesstatistik von Bitterwasser. 45 waren es in ganz Namibia.
Guy Bechtold schoss für Bitterwasser den Vogel ab. Er landete mit seinem Arcus M nach 1220 Kilometern und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 137 km/h auf Platz 1 im OLC. Guy holte weit nach Nordosten fast bis zum Südafrika Knie aus, steuerte von dort parallel zum Grenzverlauf zu Botswana nach Süden, um dann auf dem dritten Schenkel noch über Bitterwasser hinaus eine letzte Wende im Westen zu nehmen. Fast alle Piloten legten ihre Flüge so an. Nur André Verhülst, Ex-Flugkapitän auf dem Überschall Airliner Concorde, mit Eric Soubrier (1181 km mit 150,74 km/h) und Christa und Wolfgang Joschko nicht. Sie fanden ihre lange Rennstrecke im Westen, fast über der Grenze zwischen Kalahari und Namib. Bärte mit 7 m/s trieben dort bis unter den Lufraumdeckel in Flugfläche 195 (rund 6000 m). Wolfgang Joschko: „Die Basis war bestimmt noch 300 Meter höher. Und das Schöne: Jede Wolke zog.“ Am 1000er fehlten den Spätstartern letztlich wenige Kilometer. Im Nordosten von Bitterwasser hatten sich gegen Abend kräftige Schauer entwickelt, die einen heftigen Abwindsturm nach Süden bliesen. Die Joschkos gingen auf Nummer sicher mit ihrem Arcus und landeten rund eine Stunde vor Tagesschluss nach 914 Kilometern (148 km/h).
Richtig schnell waren Andreas Hillebrand und Jens Böske (ASG 32Mi) mit 156,7 km/h über 1261,8 Kilometer. Für sie war es eine Premiere. Zum ersten Mal hatten sie die 1250-km-Marke geschafft.

Good conditions all over Namibia
Yesterday it did not matter how you planned your routing. All of Namibia proved to be a thermal paradise. When the last glider came in shortly after sun set to land on the pan, 14 flights over 1000 kilometers were in the daily statistics of Bitterwasser.
Guy Bechtold took the cake for Bitterwasser. He landed with his Arcus M after 1220 kilometers and an average speed of 137 km/h on rank 1 in the OLC. Guy striked out far to the northeast almost to South Africa knee, headed from there parallel to the border to Botswana to the south, and then took a last turnpoint in the west of Bitterwasser. Almost all pilots oriented their flights likewise. Only André Verhülst, ex-captain on the supersonic Airliner Concorde, with Eric Soubrier (1181 km with 150.74 km / h) with their EB28 and Christa and Wolfgang Joschko did not. They found their long racetrack in the west, almost over the border between Kalahari and Namib. Thermals vaulted them up with 7 m/s to the airspace limit in flight level 195 (about 6000 m). Wolfgang Joschko: "The base was certainly still 300 meters higher. And the nice thing is that every cloud worked." At the end Joschkos who prefer to start late when the thermals are topped by clouds were missing a few kilometers. In the northeast of Bitterwasser strong showers had developed in the lat afternoon which blew a strong downwind storm to the south. The Joschkos played it safe with their Arcus and landed after 924 kilometers (148 kph) about an hour before the end of the day.
Andreas Hillebrand and Jens Böske (ASG 32Mi) were really fast with 156.7 kph over 1261.8 kilometers. It was a premiere for them. For the first time they made more than 1250 km.

 
Fliegen zum Vergnügen PDF Print option in slimbox / lytebox? (info) E-mail
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Just in Bitterwasser eingetroffen und schon im Cockpit des neuen Bitterwasser-Arcus: Dr. Rudolf Lachenmann.
Dieter Schwenk begleitete ihn.

Das Lächeln stand Dr. Rudolf Lachenmann gestern ins Gesicht geschrieben nach dem ersten intensiven Kennenlernen des Bitterwasser Arcus, der auf sein Sponsoring zurückgeht und deshalb seine Initialen DRL im Namen (D-KDRL) trägt. Die angenehme Aufgabe der Einweisung übernahm Dieter Schwenk nach den Herausforderungen der ersten Wochen als Leiter des Flight Office. Für ihren Kennenlernflug hatten sie einen guten Tag mit schönsten Cumuli in großer Höhe erwischt, den gleich sechs Doppelsitzer-Crews und Piloten in Bitterwasser für 1000-km-Strecken auskosteten. Viele mussten dafür das Tageslicht bis zur letzten Minute nutzen und landeten knapp vor der absoluten Deadline, die hier nur 15 Minuten nach Sonnenuntergang liegt. Danach ist es fast abrupt finster. Eine ganz spannende Sache solch ein Endanflug über 100 Kilometer mit einer nach Rechner nur marginalen Ankunftshöhe und das auf die Minute genau.
So etwas war nie Rudolf Lachenmann Sache. Er bevorzugt den Genuss: „Das war schon so, als ich 1996 zum ersten Mal nach Bitterwasser kam. Damals brachten wir die ASW 20 und LS4 vom Club und mussten ohne GPS auskommen.“ Er hat recht: Den Flugspaß kann man nicht am Kilometerzähler ablesen.

Flying for pleasure
There was a bright smile in Rudolf Lachenmann’s face yesterday evening. He just finished a flight with the new Bitterwasser Arcus, which goes back to his sponsorship and therefore carries his initials DRL (D-KDRL). The pleasant task of the introductory flight was taken over by Dieter Schwenk after the challenges of the first weeks as head of the flight office. It was a good day with the most beautiful Cumuli in high altitudes. Six double-seater crews and pilots made 1000 k distances from Bitterwasser. Many had to use the full daylight and landed just before the absolute deadline, which is only 15 minutes after sunset. After that it gets almost abruptly dark. Such a final approach is a very exciting thing: gliding over moe than 100 kilometers with a marginal arrival height and rigid time limit.
That was never Rudolf Lachenmann thing. He prefers the enjoyment: "That was already the case when I first came to Bitterwasser in 1996. At that time we brought the ASW 20 and LS4 from our club and had no GPS." He is right. You can not read the fun in kilometer.

 
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