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Bitterwasser (Pty.) Ltd.
Wolken locken nach Norden PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
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1100 er von Lukas Blattmann. Unter der Wolken begann das unbeschwerte Dahinrasen.

Spannend wird’s ja erst, wenn einem nicht gleich alles zufällt. In Bitterwasser sorgt das Wetter zurzeit dafür, dass es nicht langweilig wird. Traumhaft schönen Wolkenhimmel bietet es erst weit im Nordosten des Segelflugzentrums. Bis dahin ist Blauthermik angesagt, für den Rückweg nach Bitterwasser ebenso. Die meisten Piloten schreckt das nicht, denn einmal unter den Wolken ist geradezu unbekümmertes Dahinrasen angesagt. Und dann werden in den nur acht zur Verfügung stehenden Thermik-Stunden Strecken über 1100 Kilometer absolviert. Gestern gelang das Lukas Blattmann im 1000-km-Trainingscamp mit dem Ventus 3 von Wilfried Großkinsky. Trotz frühem Start bei der Auslösetemperatur für Aufwinde bis 1000 Meter über Grund erreichte er die Wolken nach rund 150 Kilometern mit einem guten 100er Schnitt. Auf Teilstrecken bis zu 270 Kilometer unter den nicht einmal ausgeprägten Aufreihungen waren es dann 180 km/h! Das einzige Problem hier: Im Sog der hohen Cumuli nicht über Flugfläche 145 (rund 4500 m) in verbotenen Luftraum zu geraten.
So imposant 4500 Meter Flughöhe klingen, im nördlichen Namibia sind das knapp 3000 Meter über Grund. Tief möchte man über diesem von nur wenigen Straßen durchzogenen Buschland eigentlich auch nicht sein. Guy Bechthold hat es versucht und hat die Wetterlage für eine Expedition zum Flugplatz Gobabis genutzt. Da war der frühe Start um 10 Uhr und dann unter Wolken eine Strecke von 1342 Kilometern drin. Er konnte noch unter Wolken landen, die diesmal auch nicht wie sonst schon früh am Nachmittag ausschauerten. Für die anderen Piloten war für die rund 200 Kilometer bis Bitterwasser wieder Spannung angesagt.

Clouds lure nort
It only gets exciting when you don’t get everything right away. In Bitterwasser the weather currently ensures that it doesn't get boring. It is only in the north-east of the glider center that the sky is beautiful cloudy. The way to this region is tricky with only blue thermals as is the way back. Most pilots are not afraid of this because undisturbed speeding under the clouds is in sight. So it’s possible to cover distances of over 1,100 kilometers. Yesterday Lukas Blattmann succeeded in the 1000 k training camp with the Ventus 3 from Wilfried Großkinsky. Despite an early start at the release temperature for lifts up to 1000 meters above ground he reached the clouds after about 150 kilometers with an average of 100 kph. On legs up to 270 kilometers under the not even pronounced line-up he achieved 180 kph! The only problem here: in the pull of the high cumuli not to get into the prohibited airspace above flight level 145 (around 4500 m).
An altitude of 4500 meters sounds impressive but in northern Namibia that means almost 3000 meters above ground. You don't really want to be low above this scrubland which is only crossed by a few roads. Guy Bechthold tried and used the special weather situation for an expedition to the abandoned Gobabis Airfield about 180 kilometers northeast of Bitterwasser. So yesterday he took off at 10 a.m. and then could fly 1342 kilometers under clouds. He landed at sun set under a still cloudy sky which this time didn't develop to rain showers early in the afternoon either. For the other pilots tension was announced again over the approximately 200 kilometers to Bitterwasser.

 
Das große Briefing PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail

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Strecken-Briefing von Guy Bechtold und Wilfried Großkinsky. Da schauen den Experten gerne viele über die Schultern.

Wann geht’s los? Gibt es Wolken? Wo steht die beste Thermik? Können Linien in die Streckenführung eingebaut werden? Um 9 Uhr morgens erklärt Michael Stoltze im Bitterwasser-Briefing die Welt. Auf Basis der detaillierten Vorhersagen von TopMeteo gibt er ein klares Lagebild für den großen Segelflugraum Namibia und das angrenzende Botswana. Eigentlich sollte dann schon alles klar sein. Aber kann man nicht den Experten noch etwas abschauen? Wie legen die ihre Strecken an, um das Tagesmaximum herauszuholen? Da schauen dann nicht nur die Junioren des 1000-km-Trainingscamps den Langstreckenspezialisten Wilfried Großkinsky und Guy Bechtold über die Schultern. Es ist eine Community. Wilfried Großkinkys Credo: „Wir fliegen zusammen.“ Nicht Fläche an Fläche, aber in Funkverbindung. Und es ist schon gut, beim abendlichen langen und sich oft sehr zäh hinziehenden Endanflug ins Blaue von einem Vorausfliegenden zu erfahren, dass dort irgendwo über der Kalahari der Bart steht, der das Heimkommen sichert.

The big briefing
When can we start? Are there clouds? Where are the best thermals? Can lines of lift be used? At 9 o'clock in the morning Michael Stoltze explains the world in the Bitterwasser briefing. On the basis of the detailed forecasts of TopMeteo he gives a clear picture of the situation for the big gliding area in Namibia and the adjacent Botswana. Actually, then everything should be clear. But can one learn from the experts a bit more? How do they plan their routes to get the daily maximum? Not only the juniors of the 1000 km training camp then look over the shoulders of the long-distance specialists Wilfried Großkinsky and Guy Bechtold. It is a community. Wilfried Großkinkys Credo: "We fly together." Not wing tip to wing tip but in radio connection. And it's a good thing on the most long and often very tough final glides into the blue to find out from a forerunner, that there somewhere over the Kalahari is the thermal which ensures coming home.
 
Senioren-Team und viel Innovationskraft PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail

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Biggo Berger (vorn) und Manfed Dick in Bitterwasser.

In Bitterwasser kommen Piloten zusammen, die anderswo schwerlich gemeinsam ins Cockpit finden. Jetzt teilten sich zwei Schwergewichte des Segelflugs ein Arcus-Cockpit: Biggo Berger, mit annähernd 70 Jahren immer noch ein wichtiger Ansprechpartner bei Schempp-Hirth in Kirchheim/Teck, und Manfred Dick, vor 40 Jahren, 1979, in Bückeburg jüngster Deutscher Meister in der Offenen Klasse. Sein Flugzeug damals: der Nimbus 2 „EP“, das gräfliche Förderflugzeug von Lady Enid Paget. Nach Klaus Holighaus war der (damals) Aachener Manfred Dick der Zweite, dem ein 1000-km-Flug in Deutschland gelang. Nach vielen Jahren Pause hat er jetzt wieder zum Segelflug zurückgefunden und begnügt sich in seiner Segelflugrenaissance nicht mit Pilotenaufgaben. Seit gut einem Jahr verfolgt er das Projekt eines Hochleistungssegelflugzeugs mit Elektroantrieb, mit dem sich auch bequem reisen lässt. Für die Entwicklung dieses Doppelsitzers mit nebeneinanderangeordneten Sitzen hat Manfred Dick ein aufstrebendes und in Sachen Elektroantrieb bereits erfahrenes Ingenieurbüro, Professor Loek M. Boermans für die aerodynamische Auslegung und einen bezüglich Segelflugzeugbau noch relativ jungen Hersteller zusammengebracht. Jetzt kommt es darauf an, die Investoren für das Projekt zu werben. Vielleicht ist in einer der nächsten Bitterwasser-Seasons dann das neue Flugzeug schon dabei.

Senior team and a lot of innovation
In Bitterwasser soaring center pilots come together who hardly find their way into a two seater elsewhere. Now two heavyweights of gliding shared an Arcus Cockpit: Biggo Berger with nearly 70 years still an important contact at Schempp-Hirth in Kirchheim /Teck and Manfred Dick, 1979 youngest German Champion in the Open Class, who after many years break has returned to gliding. Manfred Dick is content in his gliding renaissance not only with pilot duties. For more than a year he has been pursuing the project of a high performance electric powered glider which also makes traveling comfortable. For the development of this two-seater in side-by-side configuration he has brought together a young engineering firm already experienced in electric propulsion, aerodynamics professor Loek M. Boermans and a not-so-well-known manufacturer. Perhaps in one of the next Bitterwasser seasons the new glider is already there.
 
Aus dem Stand über 1100 Kilometer PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail

Erster Start auf einem neuen 18-m-Flugzeug nach nur einer Ein-Tages-Einführung in den Streckenflug in Namibia und gleich 1100 Kilometer abreißen? Unmöglich? Im 1000-km-Trainingscamp von Wilfried Großkinsky ist Mike Bauer (23) das jetzt gelungen. Mit dem fünften Platz bei der Deutschen Meisterschaft Clubklasse im Sommer in Zwickau war Mike Bauer unter den insgesamt 44 Teilnehmern der beste Junior. Für den noch in der Berufsausbildung und im Studium steckenden LS4-Piloten war das ein toller Erfolg, zu dem es als Sahnehäubchen von Wilfried Großkinsky die Einladung zum 1000-km-Trainingscamp nach Bitterwasser gab. Jetzt in Namibia ging Mike Bauer gleich in die Vollen. Am ersten Tag lernte er mit Wilfried in der EB28 große Teile von Namibia kennen, die Landschaft und die Besonderheiten der Thermik. Schon am zweiten saß Mike im Ventus 3, um das Gelernte umzusetzen. Von der ungewohnten Wölbklappensteuerung und Avionikausstattung ließ sich der Clubklasse-Pilot nicht irritieren. Mike über den ersten Flug mit dem 18-m-Flugzeug: „Auf dem Ventus 3 habe ich mich auf Anhieb zu Hause gefühlt.“ Zielsicher fand er, im lockeren Funkkontakt mit Wilfried, die schnellen Linien und zur Landung knapp nach Sonnenuntergang standen bei diesem ersten Ventus-3-Flug und allein über Namibia gleich mehr als 1100 Kilometer auf dem Zähler!
Im nächsten Jahr kann die Erfolgsstory weitergehen, dann hat der Senkrechtstarter noch mehr Flugzeugleistung zur Verfügung. Dann kann er die ganze Saison auf den Förder-Nimbus 4 „EP“ der Bundeskommission Segelflug im Deutschen Aero Club setzen.

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On the hoof over 1100 kilometer
First flight with a new 18-meter glider after just a one-day introduction to Namibia and already a flight over more than 1100 kilometer? Impossible? Not for Mike Bauer! In the 1000 km training camp by Wilfried Großkinsky Mike (23) has now succeeded. With the fifth place in the German Club Class Championship in the summer in Zwickau Mike Bauer was among the 44 participants the best junior. This was not only a great success for the LS4 pilot, he earned with this ranking the invitation to the 1000 km training camp in Bitterwasser. Now in Namibia Mike Bauer went straight to the top. On the first day Wilfried showed him with his EB28 large parts of Namibia. Already on the second day Mike sat in the Ventus 3 to practice the learned. The unfamiliar flap control and avionics equipment could not irritate the club class pilot. Mike about the first flight with the 18-meter glider: "On the Ventus 3 I immediately felt at home." In loose radio contact with Wilfried he found the fast lines and when he finished his first flight with the Ventus 3 just after sunset he had made more than 1100 kilometers! The story of success should go on. Next year, the whizz-kid has even more soaring power available. Then he can plan an entire season with the Nimbus 4 "EP" from the German Aero Club.

 
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