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Bitterwasser (Pty.) Ltd.
Die Wüste fliegt PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
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Am Sonntag dauerte es etwas, bis sich die Thermik richtig entwickelt hatte. Wer nicht bei nur 1200 Meter Arbeitshöhe und Blauthermik – schön heiß war es ja trotzdem schon – die ersten Streckenkilometer sammeln wollte, der genoss erst noch das Mittagessen in der Lodge. Die Überraschung gab’s nach dem Start: Was die Thermik und der Wind alles schon in die Luft gebracht hatte! Im Westen von Bitterwasser türmte sich auf einer Linie von Süd nach Nord eine hohe Wand von Sand und Staub auf, während nach Osten hin nur einzelne dust devils von der starken thermischen Aktivität kündeten. Auf der einen Seite ein dichter Staubvorhang, auf der anderen klare Sicht und später schön gezeichnete Cumuli. Fliegen ließ sich entlang des Staubvorhangs ausgezeichnet.


 
Das große Plus: Sicherheit PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
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Die Pfanne bietet bei Startabbruch viel Platz zum sicheren landen.

Bitterwasser ist nicht nur ein guter Ausganspunkt für große und schnelle Flüge über Namibia. Mit der im Durchmesser fast drei Kilometer großen Pfanne, die als Flugplatz dient, bietet das Segelflugzentrum ein hohes Sicherheitsniveau. Das wusste jetzt auch Dietmar Spohn zu schätzen: Nach dem Start stellte er kurz nach dem Abheben das Versagen der Wasserpumpe des Arcus M fest. Die Kühlmitteltemperatur schnellte in wenigen Sekunden auf 135 Grad. Für eine Notlandung in Startrichtung war es schon zu knapp. Spohn drehte um 90 Grad und hatte wieder viel Pfanne als Landefläche voraus. Alles gut gegangen: eine sichere Landung im Flugplatz und nicht in der umgebenden Buschsteppe und auch der Motor hat überlebt. Ein Ersatz für die defekte Pumpe fand sich im Reservelager des Zentrums.
Die Möglichkeit, nach dem Start sicher im Motorflug Höhe erlangen zu können, ist ein großer Vorteil von Bitterwasser. Ein weiterer ist die Vielzahl von Landemöglichkeiten, wenn abends bei Sonnenuntergang nahezu alle gleichzeitig von ihren Flügen zurückkommen. Die Auswahl an Landestreifen bleibt riesig. Und vormittags beim Start werden die Flugzeuge nebeneinander aufgestellt, so dass beim Startlauf keiner den anderen voll staubt.

 
Trainieren mit dem Weltmeister PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
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Coach Arndt Hovestadt (links) und die Trainees Guido und Anja lassen sich in Bitterwasser Tipps geben.

Flying with the Champion, so trainieren die Segelflieger vom LfV Geven in Bitterwasser auf Clubbasis. Mit ihrem Vereins Arcus nahmen sie an den schnellen Tagen das Rennen auf. Ihren Coach mit Weltmeister-Qualifikation hatten sie in Arndt Hovestadt. Am Tag der Wahnsinns-Durchschnittsgeschwindigkeiten – Reinhard Schramme legte im Speed OLC 232 km/h vor – kamen gleich beide Trainees zum Zuge. Guido Kock konnte per Zufall bei Carsten Kopsieker mit ins Cockpit der ASG 32 steigen und Anja Buchmeister war im Arcus dabei. Guido Kock haben die Flüge in Namibia so begeistert, dass er in dieser Saison gerne noch einmal wiederkommen will. Unter der Obhut des erfahrenen Coach fand das Wechselspiel zwischen dem morgendlichen Parterre-Fliegen in Blauthermik mit dem Erlebnis des späteren schnellen Dahinjagens unter Wolkenstraßen ein ausgeglichenes Verhältnis. Am Ende konnten beide Trainees auf schöne, erschöpfende aber nicht überfordernde Flüge zurückblicken.

 
Durchschnittsgeschwindigkeit 232 km/h! PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail

Diese Geschwindigkeiten hat der Speed OLC bei Thermikflügen noch nicht gesehen: Mit 232,5 km/h fegten gestern Reinhard Schramme und Bernd Goretzki mit einer EB28 nach Start in Bitterwasser in 2,5 Stunden über 581 Kilometer. Aber Spitzenreiter waren sie damit – dem Index der EB28 geschuldet – dann doch nicht. Den Spitzenplatz in der Tageswertung sicherten sich Carsten Kopsieker und Guido Kock. Mit ihrer ASG 32 waren sie nur 1 km/h langsamer (231 km/h)! Schon deutlich langsamer, aber immer noch deutlich über 200 km/h (224 km/h) kamen Arndt Hovestadt und Anja Buchheiser mit einem Arcus M auf Tagesplatz 2. Mit gleich drei Flügen von Bitterwasser ist damit Geschichte im Speed OLC geschrieben worden.
Die schnelle Linie in rund 4500 Meter verlief nordöstlich von Bitterwasser nach Südosten. Nach relativ spätem Start war sie von den drei Crews, die über Funk in Verbindung standen, in etwas mehr als einer Stunde im üblichen Auf und Ab einzelner Wolken erreicht.

 
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