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Bitterwasser ist nicht nur für Leistungspiloten geeigent!

Herzlich Willkommen sind auch Piloten die einfach aus Spass an der Freude fliegen, die herrliche
Landschaft und das besondere Flair genießen möchten. Genießer fliegen ohne Stress und Risiko.
Bei gut entwickelter Wolkenthermik und hohen Basen, kommt man auch nach dem Lunch zu einem
gemütlichen Flug. Sowohl lokale Flüge aber auch zwischen 500 und 900 Kilometer sind fliegbar.

Fliegerherz was willst du mehr?

Die Kraft der namibischen Sonne, zuverlässige Wetterberatung und die Empfehlung erfahrener
Experten sorgen für unbeschwerte Streckenflugerlebnisse.
Die lockere, freundschaftliche Atmosphäre sorgt für entspannte Tage mit gleich gesinnten
Fliegerfreunden. Kameradschaft und Hilfsbereitschaft sind selbstverständlich unter den
internationalen Gästen. Gute Stimmung!

+ Komfort und Thermik garantiert
+ Fliegen ohne Stress und Risiko
+ Erfahrungsaustausch in geselligen Runden
+ Kameradschaftlichkeit und Hilfsbereitschaft


Manche sagen auch - willkommen auf dem ***** Sterne Fluggelände!

Beispiel für einen Genussfliegertag:

09:00 Uhr Briefing und ausgiebiges Frühstück, Austausch mit internationalen Piloten
10:30 Uhr nach dem Frühstück erstmals auf die Sonnenliege vor dem Bungalow
11:30 Uhr Splish Splash ... auf zum Pool
12:30 Uhr Lunch
13:30 Uhr Flugzeug herrichten und zum Start bringen
14:30 Uhr gemütlich Starten und Thermik, Aussicht und Wolkenbild genießen
18:30 Uhr Landung (je nach SunSet), auf Wunsch kann auch ein gekühltes Getränk ans Flugzeug
                 gebracht werden, dann wird das Flugzeug wieder in Parkposition gebracht.
20:00 Uhr Dinner mit mehreren Gängen

Wir bieten auch Flüge mit Trainer und oder Fluglehrer an:
Überlandflugtraining in Namibia mit Nimbus 4 DM oder ASH30 im Doppelsitzer mit erfahrenen Piloten.

 

Flugerlebnisse


5.-14. Januar 2018

Ein Traum geht in Erfüllung - eine Flugwoche in Bitterwasser/Namibia

von Roland Schäfer

Vor 15 Jahren waren meine Frau Martina und ich schon einmal in Namibia. Eher zufällig konnte ich damals am Ende der namibischen Flugsaison einen Passagierflug in Bitterwasser auf dem Pilotensitz mit einem Fluglehrer machen. Die eigenstartfähige DG500 zentrierte ich schon kurz nach dem Start in einem Viermeterbart. Dieser kam für mich vollkommen überraschend und quasi aus dem Nichts, da sich erst kurz vorher die 8/8 Abschirmung etwas auflockerte. Als Segelflieger vergisst man so etwas nicht.
15 Jahre später konnte ich im direkten Anschluss an eine 14tägige Familiensafari wieder zur Bitterwasser Lodge anreisen. Ich war sehr gespannt, und ehrlich gesagt auch etwas aufgeregt, was mich alles erwarten würde. Das legte sich aber sehr schnell, als jemand auf mich zukam und sagte, „dich kenn' ich!“. „Bitte hilf mir“ war meine Antwort. Es war Jürgen Reuter, der vor vielen Jahren schon mal in Fellbach geflogen ist. Das Eis war gebrochen.
Am 6. Januar hatte ich noch einen Tag „frei“. Darüber war ich auch sehr froh um mir alles in Ruhe mal ansehen zu können. Was bei einem Tausend-Kilometer-Wetter dann doch etwas schwerer fiel als gedacht.
Am 7.Januar war es dann soweit, mein erster Flug mit der ASH30. Mit Dieter Schwenk, meinem Copiloten. Den brauchte ich auch, weil ich weder BZF I noch eine gültige Eigenstartberechtigung hatte. Außer uns flog an diesem Tag fast niemand, weil das gute Wetter an diesem Tag Pause machte. Trotzdem für mich ideal. Ohne Stress konnte ich den doch etwas speziellen Eigenstart mit der ASH30 in Verbindung mit dem Flugplatz Bitterwasser in 1263m MSL und etwa 35°C Außentemperatur üben. 

Täglich folgten weitere wunderschöne und spannende Flüge. So mal beim Spazierenfliegen weit über 900km Strecke zu machen ist schon etwas Besonderes. Besonders beeindruckend sind auch die Berge im Westen, die Namib und die schnurgerade Grenzlinie zu Botswana. Hunderte von Kilometern gerade aus in Richtung Süden:
https://www.onlinecontest.org/olc-2.0/gliding/flightinfo.html?dsId=6212641


Mein letzter Flugtag war am 13. Januar. Da Dieter Schwenk keine Zeit hatte, flog mein Zimmernachbar Dieter Ruchser mit. Die Wettervorhersage war wieder sehr gut, so dass wir ein 1000 km FAI Dreieck gemeldet haben. Leider hatten wir vor der zweiten Wende im Südwesten schon viele Schauer, so dass wir dieses Vorhaben schnell abbrechen mussten. Am Abend kurz vor der Landung hatte es in Bitterwasser um den Flugplatz dann auch wieder viele Schauer. Mit viel Glück und Dieters Erfahrung konnten wir uns zwischen den Schauern die letzten Kilometer dann doch noch zum Tausender erfliegen.

 

Die Organisation der Lodge und des Flugplatzes ist sehr professionell und sicher.
Kleine Statistik aus sieben Tagen:
- 5127 geflogen Kilometer
- 5800 m maximal erreichte Höhe
- 8,9 m/s maximales integriertes Steigen
- 44 Flugstunden

Abschließend möchte ich sagen, es war eine ganz tolle Zeit. Auch kulinarisch blieben keine Wünsche offen. Die drei Mahlzeiten am Tag waren alle hervorragend und vieles aus eigenem Anbau (Gemüse und Rindfleisch, siehe Bildern). 

Herzlichen Dank möchte ich meiner Martina sagen, die mich darin sehr bestärkt hat. Und natürlich ganz besonders Dieter Schwenk, den ich für mein Vorhaben glücklicherweise gewinnen konnte und der mich unermüdlich dazu aufforderte, vor der Richtungswahl und unter den Wolken, die „Wolke zu Lesen“. Das war sehr oft sehr frustrierend. Weil meistens er das bessere Steigen fand. Vielen Dank auch an Dieter Ruchser für die ganz tolle Nachbarschaft und den tollen Flug am 13. Januar.

Hoffentlich muss ich nicht wieder 15 Jahre davon träumen!