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Informationen und Bestimmungen für Piloten

Derzeit ist eine Arbeitsgruppe aus SSN, Bitterwasser und Behörden daran die neuen Richtlinien zu gestalten.

Vorab schon eine wichtige Information für die Saison 2017/2018 ist:

Sprachkenntnisse:
Englisch Proficiency Level 4 ist als PIC notwendig!
Höhenangaben:
in Feet (Fuss MSL) oder Flight Level (Flugfläche), Transition Altitude in Namibia ist 10.000 ft - AIP ENR 1.7-1

Für die allgemeine Verständlichkeit und Orientierung verlangt die Namibische Luftfahrtverwaltung und ATC dass unter den Luftfahrzeugen und vor allem mit ATC in Englisch kommuniziert wird und Einheiten und Maßangaben in Feet, Knots, Nautical Miles und Flight Levels wiedergegeben werden. Des Weiteren wird es gelegentlich nötig für Positionsangaben Radials (in Grad missweisend) und Entfernung (Vektoren) in Bezug auf Flugplätze oder VORs zu verwenden. Wir empfehlen die Möglichkeiten der heute üblichen Bordcomputer zu nützen und die Anzeigen zusätzlich so zu konfigurieren, dass Sie jederzeit in der Lage sind Ihre Höhe in FL oder Feet wiederzugeben ohne Umrechnen zu müssen und jederzeit Ihre Position in Bezug auf einen der gröeren Flugplätze oder VORs in Grad (missweisend) und Entfernung in NM angeben zu können. Dies ist auch wichtif für eine evtl. Notmeldung oder Meldung unter Stress, in welcher möglichst viele Zuhörer schnell verstehen können müssen wo Sie sich befinden. Wichtig ist auch die Konfiguration Ihrer Bordcomputer für Kurs- Und Richtungsangaben in magnetischen bzw. missweisenden Gradangaben, da die lokale Ortsmissweisung liegt bei 13 Grad West. Gerne ist Ihnen hier auch unser Personal im Flight Office behilflich.

Aktuelle Informationen gibt es dann auch auf der neuen SSN Homepage (Soaring Society of Namibia)

http://www.fly-ssn.org


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PLEASE NOTE / Wir bitten um Beachtung


Frequency usage inside Glidinz Zone / Frequenznutzung innerhalb der Gliding Zone
please note: from 1.11.16 we have new rules for Frequency usage     Achtung ab 1.11.16 gilt eine neue Regelung für die Frequenz Nutzung!!!

flying inside the Gliding sector:     für Flüge innerhalb des Segelflugsektors
Class G is upgraded to FL 195     Luftraum G geht bis FL 195
Flights below FL 145 make position reports on 123.4 MHz     Flüge unterhalb FL 145 machen Ihre Positionsmeldungen auf 123.4 MHz
Flights above FL 145 up to FL 195 make position reports on 124.7 MHz     Flüge oberhalb FL 145 bis FL 195 machen Ihre Positionsmeldungen auf 124.7 MHz
      
Use of Bufferzone (Kiripotib Sektor) max
FL 145     Flüge innerhalb der Bufferzone (Kiripotib Sektor) max
FL 145
Flights below FL 100 inside Bufferzone make position reports on 123.4 MHz     Flüge unterhalb FL 100 machen Ihre Positionsmeldungen auf 123.4 MHz
Flights above FL 100 up to FL 145 make position Reports on 124.7 MHz     Flüge oberhalb FL 100 bis FL 145 machen Ihre Positionsmeldungen auf 124.7 MHz


      


Herzlich willkommen in Bitterwasser,

Sie werden außerordentlich gute Bedingungen vorfinden. Das Wetter hier ist außergewöhnlich gut und nicht umsonst gilt Bitterwasser als "best Gliding Site of the World" (Zitat Bruno Gantenbrink nach seinem ersten Aufenthalt in Bitterwasser).
Das Fliegen in Namibia unterscheidet sich allerdings deutlich von der Fliegerei in Mitteleuropa. Diese Information soll Ihnen helfen, Ihren Aufenthalt in Bitterwasser so angenehm und vor allem so sicher wie möglich zu machen.


Fliegen in Namibia- was ist anders?


Nicht ohne Sauerstoff!

Die Basishöhen in Namibia sind deutlich höher als in Deutschland. Sie liegen etwa bei 4500-5000m oder gar mehr. Dies ist ein Grund für die schnellen Schnitte in Namibia, jedoch muss in diesen Höhen dann Sauerstoff genutzt werden! Alle Flugzeuge die in Bitterwasser fliegen haben daher eine funktionierende Sauerstoffanlage, die Flaschen können jeden Tag neu aufgefüllt werden. Empfehlenswert ist daher, eine Sauerstoffkanüle mit nach Bitterwasser zu bringen, jeddoch kann im flight office natürlich auch welche käuflich erworben werden.


Kraftstoff- genug für einen langen Heimflug!


Bei normalen, langen Flügen entfernt man sich zuweilen 200-300km und mehr von Bitterwasser. Daher muss daran gedacht werden, mit ausreichend Kraftstoff für so lange Heimflüge zu rechnen und ggf. täglich wieder aufzutanken. Avgas und Mogas sind aber jederzeit in Bitterwasser erhältlich.


Funkverkehr- Regeln müssen eingehalten werden!

Der Funkverkehr in Namibia wird in Englisch gehalten. Zwar muss zumeist nicht viel gefunkt werden, schließlich sind wir fast alleine in dem extra für die Segelfliegerei freigegebenen Luftraum, dennoch werden BZF I und gute Englischkenntnisse empfohlen.
Da unser Flugraum sehr groß ist, müssen Positionsmeldungen abgebeben werden, das bedeutet mindestens eine Stunde vor Sonnenuntergang muss Bitterwasser Info angefunkt werden.


Startliste- Immer eintragen!

Jeder trägt sich morgens selbstständig in die Startliste ein. Abends werden vom zustänigen launch officer die Positionsmeldungen eingetragen und abgehakt, damit es möglichst schnell auffällt, falls ein Flugzeug vermisst wird. Desgleichen kann nur empfohlen werden, einen SPOT zu nutzen und den Link im flight office zu hinterlegen. Dies ist zur Erhöhung der Sicherheit im Notfall absolut empfehlenswert!

Ankunftstag:

 

In Namibia können die Tagestemperaturen während der Saison bis auf 40° Celsius steigen, jedoch ist es eine trockene angenehme Wärme. Allerdings schlägt sich diese teilweise extreme Temperaturunterschied auf unseren Körper nieder und daher kann am Ankunftstag nicht als verantwortlicher Pilot geflogen werden. Wir bitten dies aus Sicherheitsgründen zu respektieren.  

 

Tipp viel Wasser trinken!


Formalitäten vor dem ersten Flug:

Alle Piloten, die in Bitterwasser ein Flugzeug fliegen oder in einem Flugzeug mit fliegen, müssen Mitglieder des Bitterwasser International Flying Club (BIFC) sein. Sie müssen deshalb vor dem ersten Flug in Namibia (unabhängig davon, ob es ein Segelflug, Motorflug oder Passagierflug mit einem unserer Flugzeuge ist) die Beitrittserklärung zum BIFC sowie die Generelle Haftungsablehnung des BIFC unterzeichnen.

Die Mitgliedschaft beim BIFC beinhaltet keinerlei Versicherung. Für Schäden, die bei Tätigkeiten am Boden und in der Luft entstehen, ist der Pilot oder Verursacher verantwortlich und haftbar. Insbesondere kann der BIFC nicht dafür haftbar gemacht werden.

Aktuelles Training / Startarten / Lizenz

Es gelten die derzeit gesetzlichen Bestimmungen für deutsche Lizenzen:

  • 5 Stunden Flugzeit als verantwortlicher Flugzeugführer einschließlich 15 Starts
  • Zwei Schulungsflüge mit einem Lehrberechtigten
  • je 5 Starts pro Startart.
  • Flüge mit Fluggästen: in den letzten 90 Tagen 3 Starts auf der jeweiligen Flugzeugart.


Achtung Eigenstarter!!! - es gelten keine Starts auf Motorsegler!
Eigenstart-Berechtigung: 10 Starts mit Fluglehrer und 10 Alleinstarts


Wir empfehlen eine Gesamtflugerfahrung von 500 Stunden, wichtiger ist jedoch, dass vor allem in den letzten zwei Jahren geflogen worden ist. Natürlich besteht immer die Möglichkeit mit einem erfahrenen Fluglehrer vor Ort entsprechende Briefings und Flüge zu absolvieren.

 

Bitte legen Sie im Flight Office ihr Flugbuch, am besten bestätigt zum Eingangsbriefing vor. Am Anreisetag ist kein Flug als PIC möglich. Generell muss sich jeder Pilot zuerst im Flight Office melden und das „Paperwork" machen.
 

Bitte senden Sie Ihre Lizenzen mit Medical gescannt, am besten schon vor
Ihrem Urlaub an den CFI, Dieter Schwenk. Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Flugzeugbesitzer senden bitte den:
Eintragungsschein, Versichererungsnachweis
und aktuelle Jahresnachprüfung ebenfalls im Vorfeld an diese Adr
esse.

Wenn Sie ein in Namibia zugelassenes Flugzeug benutzen, dann benötigen Sie eine Validierung Ihrer Lizenz. Diese muss früh genug (7 Wochen vor Ihrem Aufenthalt in Bitterwasser) beantragt werden, um rechtzeitig bei Ihrer Ankunft vorzuliegen.
Natürlich erhalten Sie durch uns Unterstützung bei der Validierung. Momentan muss vor Aushändigung der Validierung eine Prüfung über Funkkenntnisse und ein Checkflug mit namibischem Fluglehrer durchgeführt werden.
Flugzeuge die nicht namibisch registriert sind benötigen eine Überfluggenehmigung für Namibia, diese wird durch uns beantragt.



Rettungspaket/Ausrüstung

Für Überlandflüge beachten Sie bitte, dass sie über der Wüste und in dünn besiedeltem Gebiet
fliegen und sie unter Umständen nach einer Außenlandung auch in der Wüste übernachten müssen, bevor
man sie holen kann. Für solche Flüge sollten Sie mindestens folgende Ausrüstung entweder am
Mann
oder am Fallschirm befestigt mitnehmen:

- mind. 2l Wasser pro Person (Wasser in den Flügeln evtl. nicht ganz ablassen, nicht zum trinken,
evtl. abkochen)
- eine Taschenlampe
- eine Aludecke
- 3 Signalraketen
- Pflaster und Signalspiegel
- Feuerzeug oder Streichhölzer
- warme Kleidung
- evtl. einen Spiegel
- Bonbon`s gegen trockenen Mund

Ein entsprechendes Kit ( ohne Wasser und warme Kleidung ) kann in Bitterwasser ausgeliehen werden. Vergessen Sie nicht Ihre persönlichen Dokumente, eine Telefonkarte, das Handy (funktionieren zwar selten) und etwas Geld. Wir empfehlen weiterhin ein Locater wie zum Beispiel DELORME in Reach (www.inreachdelorme.com)
Auch das mieten eines Satellitenteleflon macht absolut Sinn, diese sind im flight office erhältlich und können schon vor Abreise gebucht werden.

Ein Tracking System wie z.B. SPOT ist pro Flugzeug pflicht! - Der Spot muss am Piloten oder am Fallschirm angebracht sein - Wir bitten um Beachtung!

Weiterhin bieten wir Sat Telefone zur Vermietung an, machen Sie davon gebrauch.

Flarm: Flarm ist selbstverständlich und wir benötigen von jedem Flugzeug die FLARM ID. Ab der Saison 2015/2016 sind auf allen Flugplätzen OGN Systeme installiert. Dies dient der zusätzlichen Sicherheit. Bitte unterstützen Sie das Flight Office Team bei der Mitteilung der FLARM ID.

 

Wichtige Telefonnummern für Sie:

Handy Flight Office 2015 

+264813030393 NEU

( bitte Handy Nr. immer nochmals vorher prüfen oder erfragen)

Telefon Bitterwasser: +264(0)63265300

Telefon Bitterwasser2: +264(0)63265390

Pokweni +264(0)63265608

Kiripotib +264(0)62581419

Air Traffic Control: +264(0)6270249094

Accident Hotline +264(0)612088410
 

Bitte drucken sie sich diese Nummern aus oder führen sie schriftlich für den Notfall bei jedem Flug mit.


Briefing

Das allgemeine Briefing findet um 9 Uhr, an guten Tagen um 8.45Uhr, im Restaurant statt und ist für alle am Flugbetrieb teilnehmenden Piloten Pflicht!
Vor dem ersten Segel- oder Motorflug, den Sie selbst als verantwortlicher Luftfahrzeugführer durchführen, werden Sie ein seperates Briefing erhalten, in dem die wichtigsten Punkte (die Sie auch in diesem Papier finden) nochmals erläutert werden. Während dem Briefing bekommen zudem noch ein Handout mit den wichtigsten Informationen und Lufträumen.
Danach müssen Sie eine Erklärung unterzeichnen, dass Sie mit den Verfahren vertraut sind und Ihre Lizenzen, Startarten und Medical gültig sind. Die Flugbetriebsleitung von Bitterwasser behält sich vor, die Flugbücher und Lizenzen der Piloten zu überprüfen, insbesondere auch die Flugerfahrung in den letzten 6 Monaten.

Selbstverständlich müssen sämtliche Startarten und
Erweiterungen, die Sie für den Betrieb des Flugzeuges in Namibia benötigen, in Ihrer Lizenz eingetragen und gültig sein. Bitte beachten Sie, dass Sie für Selbstarter mindestens 5 Starts in den letzten 24 Monaten im Flugbuch nachweisen müssen. Piloten, die noch nie in Bitterwasser geflogen sind, müssen einen Einweisungsflug mit einem Fluglehrer oder einem von der Betriebsleitung beauftragten, qualifizierten Piloten durchführen. Es wird erwartet, dass der Flug in allen Situationen sicher, gemäß den geltenden Vorschriften sowie mit „good airmanship“ durchgeführt wird.

 

Startlistenführung:

Jeder PIC trägt sich selbständig vor dem Start und nach der Landung in die Startliste im Flight Office ein. Bitte leserlich, beabsichtigte Flugroute, evtl. Rekordversuch oder FAI 1000 oder ähnlichem, am besten mit den Wendepunktnamen etc. Falls ein SPOT vorhanden, sollte der Link zu diesem im flight office abgegeben werden! Dies ist ein Sicherheitsaspekt, wenn sie am Abend vermisst werden, dann kann man die Suchgegend mindestens etwas einschränken. Weiterhin sind wir verpflichtet täglich alle startenden Maschienen der ATC Windhoek zu melden. Deshalb bitten wir Euch diesen Eintrag gleich nach dem Briefing zu machen und solltet ihr nicht starten, kann der Eintrag einfach durchgestrichen werden.


Bodenbetrieb:

Fahrzeuge: Für den Transport der Flugzeuge am Boden stehen Fahrzeuge zur Verfügung (manchmal mit Fahrer und Helfer). Diese Fahrzeuge müssen, wenn sie nicht gebraucht werden zwischen 22:00 und 07:30 Uhr vor dem Flight Office stehen und die Fahrzeugschlüssel im Flight Office abgegeben werden. Es ist verboten diese Fahrzeuge über Nacht vor dem Bungalow oder nach dem Start in der Pfanne stehen zu lassen. Unnötige Fahrten über die Pfanne, insbesondere mit  gezogenen Flugzeugen – sind im Sinne der Flugsicherheit zu unterlassen.

Flugzeuge müssen langsam, ausschließlich am Pfannenrand und auf den ausgewiesenen Wegen, vorsichtig mit dem PKW zum Startpunkt gezogen werden.

Sobald ein Flugzeug angehängt ist fährt der Pilot selbst den PKW! - Dennoch sind unsere Pistenjungs meist langjährige Mitarbeiter, daher befolgen Sie bitte deren Rat bei Rückholung aus der Pfanne bezüglich der Fahrrute - ein queren der Landebahn ist zu unterlassen!

Abstellplätze für Segelflugzeuge:  Diese können in der Palmenallee oder auf der südwestlichen Aussenseite der Piste 11/29 mit Nase Richtung Nordosten oder vor den Bungalows befestigt werden. Die Abstellplätze verfügen über Strom und Wasseranschlüsse (Achtung! Kein Trinkwasser!). Abstellplätze für Motorflugzeuge werden von der Flugleitung zugewiesen. Es ist verboten, in der Palmenallee mit Motorflugzeugen und Motorseglern mit eigener Kraft zu rollen.

Weiterhin bitten wir dringend zu beachten:
Bei Landungen auf der 11, genannt
Hoskia, muss das Flugzeug vor dem ersten Bungalow zum stehen kommen. Das ausrollen zu den Bungalows durch die Palmenallee ist wegen des dortigen Personenverkehrs verboten!Entsprechend bei Landungen auf der 29 muss der Aufsetzpunkt nach den Bungalows gewählt werden, das durchfliegen der Palmenallee ist ebenfalls strikt verboten! Weiterhin soll das Flugzeug vor der Landebahn 09/27 HANGAR zum stehen kommen. Im Umkreis von 100 Meter um den Hauptwindsack vor der Palmenallee wird nicht ausgerollt. Der Boden ist dort sehr weich.


Startverfahren:

Die Flugbetriebsleitung in Bitterwasser ist für den sicheren Betreib des Flugplatzes zuständig. Den Anweisungen des CFI, Launch-Officer oder dessen Assistenten muss daher stets Folge geleistet werden. Bitte halten Sie auch die Ab- und Anflugverfahren entsprechend ein.

Vor dem Start müssen geplante FAI – und Rekordflüge müssen von einem in Namibia zugelassenen Sportzeugen mit einem declaration form bestätigt werden!

Motorleistung: Beachten Sie, dass aufgrund der Höhe und Temperatur die Leistung Ihres Motors nicht mehr mit der Leistung in Mitteleuropa vergleichbar ist, sondern viel schlechter ist und sie eine dementsprechend längere Startrollstrecke benötigen.

Die Startrichtung: Diese wird, wenn möglich, beim Briefing festgelegt, kann sich aber situativ ändern (Windrichtung ändert in der Regel während des Tages deutlich). Mit den vorhandenen oder ihrem PKW ziehen Sie ihr Flugzeug am Rand der Pfanne zum vorgegebenen Startpunkt. Da wir nicht für jedes Flugzeug ein Auto zur Verfügung stellen können, bitten wir Sie aus Rücksicht auf die wartenden Piloten dafür Sorge zu leisten, dass das Fahrzeug so schnell wie möglich vom Startpunkt wieder zurück kommt um den nächsten zu holen. – Egoismus ist hier fehl am Platz!

Die Startaufstellung: Durch die Größe der Bitterwasserpfanne kann diese nebeneinander erfolgen. Checken Sie Ihr Flugzeug in Ruhe vor dem Start und wenn sie dann startklar sind, melden Sie sich auf der Frequenz 123.60 MHz mit Kennzeichen und Startrichtung und dem Hinweis, dass Sie in 2 Minuten starten. Am besten ohne laufendes Triebwerk wegen der Verständigung. Bitte warten Sie eine Bestätigung ab.
Bei hohem Flugzeugaufkommen wird der Startvorgang von der Flugbetriebsleitung vor Ort koordiniert, bei einzelnen Starts wird über Funk bestätigt.
Bei Flugzeugschlepp versteht es sich von selbst, dass eine Sprechprobe vor Startbeginn durchgeführt wird. Beachten Sie bitte, dass bei der Startrichtung 09 auf der gegenüberliegenden Seite die Pfanne Halbinselartig einspringt und dort die Startstrecke verkürzt ist!

Nach dem Start: Bei ausnahmslos jedem Start ist eine Linkskurve zu fliegen, der Steigflug erfolgt entlang dem Pfannenrand, somit kann bei einer Motorstörung immer sicher auf der Pfanne gelandet werden! Im Umkreis von 10nm um die Pfanne darf nur links gekurbelt werden!
 

Während des Fluges

Innerhalb von 20km / 10 NM um die Pfanne muss die Bitterwasserfrequenz 123.60 MHz gerastet sein und abgehört werden.

Frequency usage inside Glidinz Zone / Frequenznutzung innerhalb der Gliding Zone
please note: from 1.11.16 we have new rules for Frequency usage     Achtung ab 1.11.16 gilt eine neue Regelung für die Frequenz Nutzung!!!

flying inside the Gliding sector:     für Flüge innerhalb des Segelflugsektors
Class G is upgraded to FL 195     Luftraum G geht bis FL 195
Flights below FL 145 make position reports on 123.4 MHz     Flüge unterhalb FL 145 machen Ihre Positionsmeldungen auf 123.4 MHz
Flights above FL 145 up to FL 195 make position reports on 124.7 MHz     Flüge oberhalb FL 145 bis FL 195 machen Ihre Positionsmeldungen auf 124.7 MHz
      
Use of Bufferzone (Kiripotib Sektor) max
FL 145     Flüge innerhalb der Bufferzone (Kiripotib Sektor) max
FL 145
Flights below FL 100 inside Bufferzone make position reports on 123.4 MHz     Flüge unterhalb FL 100 machen Ihre Positionsmeldungen auf 123.4 MHz
Flights above FL 100 up to FL 145 make position Reports on 124.7 MHz     Flüge oberhalb FL 100 bis FL 145 machen Ihre Positionsmeldungen auf 124.7 MHz

124.80 MHz bei Landungen auf unbemannten Plätzen und unterhalb 1500ft

Beachten Sie bitte die speziellen Regeln für die TMA/CTA Windhoek in der separaten Dokumentation.


Funkdisziplin-Verfahren rund um Bitterwasser und Windhoek

Im Funk muss ausschließlich Englisch gesprochen werden. Funk ist ein Sicherheitsaspekt, von dem alle profitieren. Die meisten Piloten in Namibia sprechen Englisch und sind gewohnt, dass sie im unkontrolliertem Luftraum Positionsmeldungen abgeben. Dies erwarten sie auch von uns Segelfliegern. Wir zeigen ein Stück Professionalität wenn wir uns ebenfalls daran halten.

In der TMA/CTA Windhoek gelten die speziellen üblichen Verfahren und dies natürlich ebenfalls nur in Englisch. Ein Einflug in diesen Luftraum kann nur durch Freigabe der Controller erfolgen. Ein Einflug ohne Funkkontakt ist verboten, verantwortungslos und kann zum Entzug Ihrer Lizenz führen und noch schlimmer kann die gesamte Zulassung der Segelfliegerei in Namibia in Frage stellen!!!

Wir sind Gäste in diesem Land, wo der Segelflug eine dermaßen untergeordnete Rolle spielt, dass wir gut daran tun uns an die Gesetze zu halten. – Wo kann man noch so unbeschwert fliegen, ohne große Luftraumeinschränkung? Im Übrigen gilt am Funk wie immer der gesunde Menschenverstand. Halten Sie die Kommunikation so knapp und konkret wie möglich und hören sie zu, wenn andere sprechen und allenfalls Hilfe brauchen.

Besondere Aufmerksamkeit ist in Nähe der Pfanne geboten, da unter Umständen von den Piloten verschiedene Landerichtungen gewählt und übermittelt werden.

Frequenz für die Glider Area 123.40 - ausschließlich

Segelflugzeuge sollen nicht in kontrollierten Luftraum einfliegen. Von einem Luftraum soll ein 10 NM Abstand eingehalten werden. Alle 30 Minuten soll ein Positions Meldung abgegeben werden nach folgendem Schema:

I P T A N

I-   Identity  Kennzeichen
P- Position 
T- Time / Zeit
A- Altitude / Höhe in Fuß bei Standarddruck 1013 und ob steigend oder sinkend
N- Next - Was ist das nächste Ziel - Wegpunkt oder Himmelsrichtung

Beispiel: 
Traffic on 123.40. This is D-KDEE, 5 Miles west of Mariental at this time at 10400 feet descending, Flying in a north direction towards Bitterwasser. Conflicting traffic please respond to D-KDEE, west of Mariental, flying northwards
oder
Traffic on 123.40, This is D-KDEE. I am on radial 235, 78 miles of the Windhoek VOR at this time at 10400 feet descending. Flying in
a south-easterly diretion towards Bitterwasser. Conflicting traffic please respond to D-KDEE, Radial 235, 78 Miles, flying south east.

Auf Meldungen von Motormaschinen geben wir Rückmeldung wenn wir innerhalb 25 Meilen von dessen Position sind.
Bitte macht diese Meldungen lieber einmal mehr als einmal zu wenig!
Das verlassen der Glider Area in Richtung Süden ist nur von Inhabern eines gültigen English Proficiency, mind. Level 4 erlaubt.
Beim Aus- und Einflug ist eine Meldung auf der Frequenz 123,80 zu machen. Erhalten Sie keine Antwort machen Sie nur eine Blindmeldung.
Windhoek Information hat zwei Frequenzen eine nördlich 129.60 und eine südlich 123.80 wobei für uns nur die 123.80 im Süden relevant ist.

Wir bitten strengsten um Beachtung und vorherige Rücksprache mit dem Flight Office!!!



Positionsmeldung: 1 Stunde vor Sunset

Aus den Erfahrungen hat es sich als sinnvoll gezeigt, dass alle

noch fliegenden Piloten 1 Stunde vor Sunset eine Positionsmeldung auf der Frequenz 123,60 nach Bitterwasser abgeben.
Somit weiß die Flugbetriebsleitung, dass sie sich auf dem Rückflug befinden oder dass alles in Ordnung ist,
falls nicht kann noch rechtzeitig vor Sunset entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Wenn Sie Bitterwasser nicht erreichen
gehen Sie auf die Frequenz der gliding zone 123,40 und bitten ein anderes Flugzeug um Übermittlung Ihrer Meldung!

SUN SET:
Beim Briefing wird die tägliche SUN SET Zeit ausgegeben. Diese Zeit ist die offizielle Betreibszeit von Bitterwasser. Es obliegt jedem verantworltichen Piloten, auf eigenes Risiko die zusätzlichen 15 Minuten auszuschöpfen. Ab der 16. Minute zählt eine Landung als Nachtlandung!!! Flüge mit Nachtlandung sind nicht gültig und dürfen nicht ins OLC gestellt werden! Wird diese Regelung nicht eingehalten behält sich Bitterwasser vor auch Flugverbote auszusprechen!

Landungen bei Nacht sind sehr gefährlich und nach dem Gesetz verboten. Dennoch, wenn Sie aus irgendeinem Grund erkennen, dass es eine Nachtlandung wird, dann melden sie dies frühzeitig bei der Flugleitung an. Nur so können wir Ihnen helfen. Mit Autos in Pfannenmitte, Scheinwerfer in Landerichtung und Rücklichter als Anfluglicht werden wir versuchen eine provisorisch beleuchtete Landebahn zugestalten.


Anflug und Landung in Bitterwasser

Bitte rechnen sie damit, dass der helle, gleichförmige Sandboden für manchen Piloten bezüglich des richtigen Abfangens anfänglich gewöhnungsbedürftig ist.

Sobald sie 10 NM von Bitterwasser entfernt sind, rasten Sie auf 123.60 MHz und machen eine
Positionsmeldung mit Höhe Kurs und Absicht
Beispiel: (Kurzzeichen )- PE 10 NM West of Bitterwasser, altitude 8500ft, heading 083, for landing

Sie erhalten vom Flugleiter die vorhandene Windrichtung und wenn möglich die Windstärke oder sie fragen einfach nochmals danach.


Bei keinem oder ganz geringem Verkehr können Sie in Absprache mit den anderen anfliegenden Piloten selbst die Landerichtung wählen
müssen dies aber natürlich per Funk mitteilen. Bei Hochbetrieb wird der Flugleiter die Landebahn vorgeben. Sollten Anweisungen vom Flugbetriebsleiter gegeben werden, sind diesen Folge zu leisten.

Um Verwechslungen zu vermeiden werden die Pisten 09/27 mit dem Zusatz HANGAR oder PAN bezeichnet.
Bei der Landerichtung 09 gibt es sogar drei Möglichkeiten:

09 HANGAR 09 LEFT und 09 PAN wie weiter oben bereits erwähnt. Ist 09 Links belegt geht man auf 09 Pan auf der 09 Pan können mehrere
Flugzeuge paralell gut landen, es hat genügend Platz.

Standard Anflug aus Westen:
meist wird wegen der tiefstehenden Sonne und wenn es die Windstärke erlaubt gerne in Richtung Osten gelandet. Dann sieht das
Standard Verfahren wie folgt aus:
1. Meldung 10 NM - PE 10 NM West of Bitterwasser, altitude 8500ft, heading 083, for landing
- von Bitterwasser erhalten Sie Windrichtung und Stärke und Sie entscheiden sich für 09 Landerichtung oder erhalten 09
2. Meldung PE 5NM for landing 09 left

- Sie fliegen von Westen her kommend in einem weiten Linkskreis herum um die Pfanne, bis sie die entsprechende Höhe für den Gegenanflug ereicht haben.
3.Meldung PE downwind 09 left gear down and locked
- Sie fliegen weiter gerade aus und kurz vor der Düne drehen sie in den Queranflug
4.Meldung PE base 09 left
- Sie fliegen ins Endteil und melden
5.Meldung PE final 09 left

(entsprechend für 09 Hangar und 09 Pan oder auch 05)

Achtung:

Wenn es regnet oder die Pfanne nass ist wird nur die Piste 09/27 HANGAR genutzt. Diese ist entsprechend befestigt und kann daher auch bei viel Regen gut genutzt werden.


Die aktuellen Anflugverfahren, Landerichtungen und Besonderheiten werden beim Einweisungsbriefing ausführlich erläutert. Nur diese gelten!!!!

Ihre Loggerdaten, vorausgesetzt sie enthalten keine Luftraumverletzungen etc. können Sie selbst ins OLC hochladen. Falls Sie selbst keinen PC dabei haben, können Sie den Flug, am besten auf einem USB Stick oder Speicherkarte im Flight Office hochladen.


Im Falle einer Außenlandung:

Falls es zu einer Außenlandung kommt ist unbedingt so rasch wie möglich die Position zu übermitteln, am besten kurz nach dem Entschluss eine Außenlandung zu machen! Bitte denken Sie bei einer Außenlandung daran sich in Bitterwasser oder einem der anderen Flugzentren oder über Funk als Transmitter zu melden, damit wir wissen wo sie sind!

123.40 MHz rasten und versuchen andere darüber zu informieren und im Relais Bitterwasser davon zu informieren,
falls kein Empfang

124.70 MHz rasten (Windhoek Info) oder andere Flugzeuge,
falls kein Empfang

126.90 MHz TIBA-Frequenz rasten, Position über Airliner weitergeben und wichtig auch mitteilen wohin
                      die Piloten die Meldung weiterleiten sollen – Windhoek etc.
oder

121.50 MHz Einsatz der Notfrequenz

Bei Anflügen von unbemannten Flugplätzen auf der Frequenz 124.80 MHz obligatorische Meldungen abgeben. (downwind, base, final)